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Ernährung · 22. Oktober 2026 · 12 Min. Lesezeit

Weihnachtsessen Kalorien: Gänsebraten, der ganze Festtag und die echten Kilos

Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen, Würstchen mit Kartoffelsalat, Christstollen, Plätzchen, Sekt und Glühwein: die Kalorien jedes Gerichts nach dem Bundeslebensmittelschlüssel, ein Rechner für dein Menü, die Bilanz von Heiligabend und dem 1. Weihnachtstag und was Studien wirklich über die Feiertagskilos sagen.

Wie viele Kalorien hat ein Weihnachtsessen?

Veröffentlicht am 22. Oktober 2026 · Vom Ember-Team

Kurz gesagt

  • Die Kalorien eines Weihnachtsessens mit Gänsebraten (Brühe, Gans mit Haut, Rotkohl, zwei Klöße und Soße, dazu Stollen, Plätzchen, ein Glas Sekt und zwei Gläser Rotwein) summieren sich auf etwa 1.790 kcal pro Person, fast ein ganzer Tagesbedarf in einer Mahlzeit.

  • Mit Frühstück, Lebkuchen am Nachmittag und Abendbrot kommt der 1. Weihnachtstag auf knapp 3.000 kcal: 500 bis 1.000 kcal mehr, als die meisten Erwachsenen brauchen.

  • Die echte Gewichtszunahme über die Feiertage ist klein: 0,4 bis 0,9 kg im Schnitt, so die Studien. Das Problem ist nicht der Gänsebraten, sondern dass diese Gramm oft bleiben. Fasten zum „Ausgleichen“ ist unnötig: Normal weiteressen reicht.

Gans, Klöße, Stollen: die Kalorien des Weihnachtsessens im Überblick

Am 1. Weihnachtstag steht in vielen Familien die Weihnachtsgans auf dem Tisch, und sie ist das Kalorienzentrum des Menüs. Gebratenes Gänsefleisch mit Haut liefert laut Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 257 kcal pro 100 g, eine Portion von 200 g also 514 kcal. Ein guter Teil davon stammt aus der Haut und dem Fett direkt darunter: Ohne Haut sinkt der Wert auf 176 kcal pro 100 g, und eine Portion von 150 g bleibt bei 264 kcal.

Die Beilagen sind leichter, als ihr Ruf vermuten lässt. Rotkohl mit Apfel kommt auf 93 kcal pro 150 g, zwei Kartoffelklöße auf 219 kcal und eine Kelle dunkle Bratensoße auf rund 76 kcal. Zusammen ergibt der klassische Teller mit Gans, Rotkohl, zwei Klößen und Soße etwa 900 kcal. An Heiligabend ist es oft einfacher: Würstchen mit Kartoffelsalat. Zwei Wiener Würstchen haben 289 kcal; der Kartoffelsalat entscheidet über den Rest. Mit Mayonnaise sind es 385 kcal pro 250 g, mit Essig-Brühe-Marinade nur 208 kcal.

Beim Gebäck summiert sich der Dezember. Eine Scheibe Christstollen von 70 g hat 272 kcal, ein Teller mit Vanillekipferl, Zimtsternen und Spekulatius (50 g) rund 250 kcal. Ein Vanillekipferl allein ist mit 543 kcal pro 100 g eines der kalorienreichsten Plätzchen überhaupt, weil es vor allem aus Butter, Nüssen und Zucker besteht.

GerichtPortionKalorien
Rinderkraftbrühe250 ml8 kcal
Räucherlachs60 g102 kcal
Gänsebraten mit Haut200 g514 kcal
Gänsebraten ohne Haut150 g264 kcal
Rotkohl mit Apfel150 g93 kcal
Kartoffelklöße (2)160 g219 kcal
Dunkle Bratensoße100 ml76 kcal
Wiener Würstchen (2)100 g289 kcal
Kartoffelsalat mit Mayonnaise250 g385 kcal
Kartoffelsalat mit Essig-Brühe-Marinade250 g208 kcal
Christstollen, 1 Scheibe70 g272 kcal
Plätzchen (Vanillekipferl, Zimtsterne, Spekulatius)50 g250 kcal
Elisenlebkuchen50 g218 kcal

Werte aus dem BLS 4.0 (Max Rubner-Institut) pro 100 g, multipliziert mit von Ember geschätzten Portionen. Gans im Ofen ohne zusätzliches Fett gebraten; Klöße aus gekochten Kartoffeln; Stollen: Dresdner Stollen (Hefeteig).

Sekt, Rotwein, Glühwein: Wie viele Kalorien stecken im Glas?

Getränke tauchen in kaum einer Rechnung auf, dabei läppern sie sich. Ein Glas Sekt (0,1 l) hat etwa 75 kcal, ein Glas trockener Rotwein (0,2 l) rund 140 kcal. Am meisten bringt der Glühwein auf die Waage: Ein Becher mit 0,2 l liefert 192 kcal, weil er neben dem Alkohol viel Zucker enthält. Wer zum Anstoßen einen Sekt und zum Essen zwei Gläser Rotwein trinkt, kommt auf 355 kcal, mehr als eine Portion Klöße mit Soße.

Alkohol wirkt außerdem indirekt. Er macht Appetit, lässt einen leichter zum zweiten Stück Gans greifen, und der Körper baut ihn bevorzugt ab, während die Fettverbrennung pausiert, wie wir in unserem Artikel über Alkohol und Gewicht erklären. Zwischen zwei Gläsern Wein ein Glas Wasser zu trinken, ist der einfachste Weg, weniger zu trinken, ohne auf das Anstoßen zu verzichten.

GetränkKalorien
Wasser0 kcal
1 Glas Sekt (0,1 l)75 kcal
1 Pils (0,5 l)190 kcal
1 Becher Glühwein (0,2 l)192 kcal
2 Gläser Rotwein (2 × 0,2 l)280 kcal
1 Glas Sekt und 2 Gläser Rotwein (0,1 l + 0,4 l)355 kcal

BLS-Werte pro 100 g (Sekt trocken, Rotwein trocken, Pilsner, Glühwein), in Volumen umgerechnet mit 1 ml = 1 g.

Wie viele Kalorien hat ein komplettes Weihnachtsmenü?

Rechnet man Vorspeise, Hauptgang, Nachtisch und Getränke zusammen, ergibt sich die echte Bilanz. Das klassische Gänse-Menü mit Rinderkraftbrühe, Gänsebraten mit Haut, Rotkohl, zwei Klößen und Soße, einer Scheibe Stollen mit Plätzchen, einem Glas Sekt und zwei Gläsern Rotwein kommt auf etwa 1.790 kcal. Ein leichteres Menü mit Brühe, Gans ohne Haut, nur einem Kloß, einer Scheibe Stollen und einem Glas Sekt bleibt bei etwa 860 kcal, ohne dass die Festtagsstimmung leidet. Und wer überall nachnimmt, liegt schnell über 2.300 kcal.

Dazwischen zählt jede Entscheidung. Die Gänsehaut wegzulassen spart bei gleicher Portion rund 160 kcal; ein Kloß weniger 110 kcal; Kartoffelsalat mit Brühe statt Mayonnaise 177 kcal. Auch Heiligabend mit Würstchen, Kartoffelsalat, Plätzchen und Glühwein ist mit rund 1.120 kcal kein leichtes Essen. Stell dein eigenes Menü mit dem Rechner unten zusammen.

MenüInhalt pro PersonGesamt
Leichtes Gänse-MenüBrühe, Gans ohne Haut, Rotkohl, 1 Kloß, wenig Soße, 1 Scheibe Stollen, 1 Glas Sekt≈ 860 kcal
HeiligabendWürstchen mit Kartoffelsalat (Mayonnaise), Plätzchenteller, 1 Becher Glühwein≈ 1.120 kcal
Klassisches Gänse-MenüBrühe, Gans mit Haut, Rotkohl, 2 Klöße und Soße, Stollen und Plätzchen, Sekt und 2 Gläser Rotwein≈ 1.790 kcal
Üppiges Gänse-MenüRäucherlachs, große Portion Gans mit 3 Klößen, Stollen und Plätzchen, Sekt und 2 Gläser Rotwein≈ 2.320 kcal

Summen aus den BLS-Werten jedes Bestandteils und von Ember geschätzten Portionen, auf 10 kcal gerundet. Brot nicht eingerechnet.

Summe deines Weihnachtsessens

1.787 kcal

etwa 89 % eines Tages mit 2.000 kcal

Heiligabend und 1. Weihnachtstag: die Bilanz eines Festtags

Das Festessen ist nur ein Teil des Tages. Am 25. Dezember kommen mit Frühstück, Gänsebraten, Kaffee und Lebkuchen am Nachmittag und einem Abendbrot schnell knapp 3.000 kcal zusammen. Für die meisten Erwachsenen, deren Bedarf bei etwa 2.000 bis 2.500 kcal liegt, bedeutet das ein Plus von 500 bis 1.000 kcal an diesem Tag.

Folgen Heiligabend und der 1. Weihnachtstag direkt aufeinander, bleibt der Überschuss über beide Tage in der Größenordnung von 1.000 bis 2.000 kcal. Das klingt nach viel, doch zum Vergleich: In einem Kilo Körperfett stecken nach gängiger Schätzung rund 7.700 kcal. Zwei Festtage bedeuten also höchstens 0,1 bis 0,3 kg Fett. Die paar Hundert Gramm, manchmal das ganze Kilo, die die Waage am 26. mehr zeigt, sind vor allem Wasser, das mit dem Salz und den Kohlenhydraten des Essens gebunden wird, dazu das Gewicht dessen, was noch verdaut wird.

Entscheidend ist nicht ein einzelnes Essen, sondern die Dauer: vom ersten Türchen des Adventskalenders über Weihnachtsmarkt und Firmenfeier bis zu den Resten an Silvester ziehen sich die Feiertage über Wochen. Unser Ratgeber zum Kaloriendefizit erklärt, warum die Bilanz über mehrere Wochen viel mehr zählt als ein einzelner Tag.

ZeitpunktWasKalorien
FrühstückBrötchen mit Butter und Marmelade, Kaffee (Schätzung)≈ 400 kcal
MittagessenKlassisches Gänse-Menü (siehe oben)≈ 1.790 kcal
NachmittagKaffee und 1 Elisenlebkuchen (50 g)≈ 220 kcal
AbendbrotKleine Brotzeit mit Resten (Schätzung)≈ 500 kcal
Summe des Tages≈ 2.910 kcal

Lebkuchen: BLS-Wert. Frühstück und Abendbrot: Schätzungen von Ember für normale Mahlzeiten. Die 7.700 kcal pro Kilo Fett sind ein gängiger Näherungswert, der von Mensch zu Mensch schwankt.

Weihnachten anderswo: Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien

Jedes Land hat sein eigenes Festmenü, und die Summen ähneln sich verblüffend. In Frankreich ist das große Essen oft der Réveillon an Heiligabend: Foie gras auf Toast, Austern oder Räucherlachs, Pute oder Kapaun mit Maronen und Kartoffelgratin, danach eine Bûche de Noël (eine Biskuitrolle in Baumstammform) und Pralinen, dazu Champagner. Das ergibt etwa 1.720 kcal, das leichteste unserer fünf Menüs, obwohl Foie gras allein 488 kcal pro 100 g hat. In Großbritannien gibt es am 25. das Christmas Dinner: Truthahn mit Röstkartoffeln, Füllung, in Speck gewickelten Würstchen („Pigs in Blankets“) und Rosenkohl, danach Christmas Pudding. Mit rund 2.030 kcal ist es das schwerste Menü, vor allem wegen der Röstkartoffeln und Würstchen.

In Norwegen findet das Festessen ebenfalls am 24. abends statt. Im Osten regiert die Ribbe, gebratener Schweinebauch mit knuspriger Schwarte, im Westen das Pinnekjøtt, gesalzene und getrocknete Lammrippen. Ein Ribbe-Essen mit Beilagen, Milchreis mit Sahne (Riskrem), Weihnachtsbier und einem Aquavit kommt auf fast 1.960 kcal. In Spanien beginnt das Fest ebenfalls am 24.: Schinken, Käse und Garnelen, gebratenes Milchlamm, danach Turrón, Polvorones und Marzipan mit Cava, zusammen etwa 1.800 kcal. Das deutsche Gänse-Menü liegt mit rund 1.790 kcal genau im Mittelfeld.

LandTypisches MenüGesamt
GroßbritannienRäucherlachs, Truthahn mit Beilagen, Christmas Pudding mit Vanillesoße, Schaumwein und 2 Gläser Rotwein≈ 2.030 kcal
NorwegenRibbe, Medisterkake, Wurst, Sauerkraut, Kartoffeln und Soße, Riskrem, Weihnachtsbier und Aquavit≈ 1.960 kcal
SpanienSchinken, Manchego und Garnelen, Milchlamm mit Kartoffeln, Turrón, Polvorón und Marzipan, Cava und Rotwein≈ 1.800 kcal
DeutschlandBrühe, Gänsebraten, Rotkohl, Klöße und Soße, Stollen und Plätzchen, Sekt und Rotwein≈ 1.790 kcal
FrankreichFoie gras auf Toast, Pute mit Maronen und Gratin, Bûche de Noël und Pralinen, Champagner und Rotwein≈ 1.720 kcal

Berechnungen von Ember mit der nationalen Tabelle jedes Landes: CoFID (Großbritannien), Matvaretabellen (Norwegen), BEDCA (Spanien), BLS 4.0 (Deutschland) und Ciqual (Frankreich). Portionen geschätzt. Ribbe auf Basis des rohen Fleisches berechnet, da Matvaretabellen keinen gegarten Wert angibt.

Wie viel nimmt man an Weihnachten wirklich zu?

Oft heißt es, über die Feiertage kämen zwei oder drei Kilo dazu. Studien, die Menschen tatsächlich gewogen haben, zeichnen ein anderes Bild. Die meistzitierte, im Jahr 2000 von Jack Yanovski und Kollegen im New England Journal of Medicine veröffentlicht, begleitete 195 Erwachsene in den USA: Zwischen Mitte November und Anfang Januar nahmen sie im Schnitt 0,37 kg zu. Eine Übersichtsarbeit von Díaz-Zavala und Kollegen aus dem Jahr 2017 bestätigt die Größenordnung: Bei Erwachsenen liegt die Gewichtszunahme über die Feiertage je nach Studie bei 0,4 bis 0,9 kg.

Das ist wenig, aber nicht bedeutungslos. In Yanovskis Studie waren diese paar Hundert Gramm im Frühjahr und sogar im folgenden Herbst noch nicht wieder verschwunden. Jahr für Jahr wiederholt, tragen sie zur schleichenden Gewichtszunahme im Erwachsenenalter bei. Die eigentliche Herausforderung ist also nicht der Gänsebraten, sondern die Wochen drumherum: Plätzchen im Büro, Weihnachtsmarkt, Reste und die langsame Rückkehr zum Alltag.

Die gute Nachricht: Das lässt sich ohne Diät verhindern. In einer randomisierten Studie in Großbritannien über Weihnachten 2016 und 2017 (Mason und Kollegen, BMJ, 2018) nahmen Menschen, die sich regelmäßig wogen und ein paar einfache Tipps bekamen, sogar leicht ab (minus 0,13 kg), während die Vergleichsgruppe 0,37 kg zulegte. Den Trend im Blick zu behalten, reicht oft schon, damit er nicht entgleist.

Genießen ohne schlechtes Gewissen und ohne „Ausgleichen“

Ein Festessen muss man nicht „abbezahlen“. Am 26. das Frühstück auslassen, einen ganzen Tag fasten, zwei Stunden ins Fitnessstudio oder eine „Detox-Kur“ im Januar: Solche Strategien fühlen sich an, als würde man das Plus ausradieren, doch vor allem halten sie einen Kreislauf aus Schlemmen und Verzicht am Laufen. Ein zu strenger Tag macht abends hungriger, fördert Naschen und erschwert die nächste Mahlzeit. Unser Artikel über die Risiken, zu wenig zu essen, um abzunehmen, erklärt, warum der Körper sich gegen solche Diäten wehrt.

Der bessere Weg ist viel einfacher. Kehr am nächsten Tag zu deinen gewohnten Mahlzeiten zurück: reichlich Gemüse, eine Eiweißquelle (Eier, Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte), eine normale Portion Kartoffeln, Brot oder Nudeln und wenig Salz, damit der Körper das gebundene Wasser wieder loswird. Trink Wasser, geh spazieren, schlaf ausreichend. Wer das Plus wirklich ausgleichen möchte, spart an den folgenden Tagen pro Mahlzeit etwa hundert Kalorien ein, das genügt völlig.

Und vor allem: Genieß es. Das Weihnachtsessen ist ein gemeinsamer Moment, keine Ernährungsprüfung. Langsam und aufmerksam zu essen hilft, jeden Bissen zu genießen und früher zu merken, dass man satt ist. Wenn Essen über die Feiertage zur Quelle von Angst wird, sprich mit deiner Hausärztin, deinem Hausarzt oder einer anderen Fachperson darüber.

8 einfache Tipps für ein leichteres Weihnachtsessen

Such dir deinen Favoriten aus

Gänsehaut oder Stollen: Behalte, was dir am meisten bedeutet, und halte dich beim Rest zurück. Die Haut wegzulassen spart rund 160 kcal, eine Scheibe Stollen weniger 272 kcal.

Komm nicht ausgehungert an den Tisch

Ein normales Frühstück mit Eiweiß und Ballaststoffen verhindert, dass du dich mit Bärenhunger auf alles stürzt. Unsere Tipps gegen Heißhunger funktionieren auch an Weihnachten.

Füll den Teller zur Hälfte mit Rotkohl und Gemüse

Rotkohl, Rosenkohl oder ein Feldsalat nehmen viel Platz ein und bringen wenig Kalorien. So bleibt weniger Raum für den zweiten Kloß, ohne dass der Teller leer wirkt.

Wähle die Marinade statt Mayonnaise

An Heiligabend spart Kartoffelsalat mit Essig-Brühe-Marinade gegenüber der Mayonnaise-Variante 177 kcal pro Portion, und er schmeckt frischer.

Trink abwechselnd Wein und Wasser

Ein Glas Wasser zwischen zwei Gläsern Wein und ein Glas weniger am Abend: Das spart 75 bis 190 kcal, ganz nebenbei.

Stell den Plätzchenteller weg

Ein voller Teller auf dem Couchtisch leert sich von allein. Nimm dir ein paar Plätzchen zum Kaffee und stell den Rest zurück in die Dose.

Wiege dich, um den Trend zu sehen, nicht um dich zu bestrafen

In der britischen Studie von 2018 reichten regelmäßiges Wiegen und ein paar Tipps, um die Feiertagskilos zu verhindern. Schau auf den Verlauf über zwei Wochen, nicht auf die Zahl am 26.

Mach einen echten Weihnachtsspaziergang

Ein Spaziergang nach dem Essen hilft bei der Verdauung, lenkt vom Naschen ab und tut der ganzen Familie gut.

Damit du den Überblick behältst, ohne alles abzuwiegen, macht es dir Ember leicht: Fotografiere deinen Festtagsteller oder schreib einfach „Gänsebraten mit Haut, Rotkohl, zwei Klöße, Soße, eine Scheibe Stollen, zwei Gläser Rotwein“, und Kalorien und Makros werden deinem Tag hinzugefügt.

Das Wichtigste in Kürze

Ein klassisches Weihnachtsessen mit Gänsebraten kommt auf etwa 1.790 kcal pro Person, und in den anderen untersuchten Ländern liegt die Größenordnung genauso, zwischen 1.720 kcal in Frankreich und 2.030 kcal in Großbritannien. Mit Frühstück, Lebkuchen und Abendbrot erreicht der 1. Weihnachtstag knapp 3.000 kcal, ein echtes, aber begrenztes Plus: Zwei Festtage ergeben höchstens ein paar Hundert Gramm Fett. Studien messen über die gesamte Feiertagszeit eine durchschnittliche Zunahme von 0,4 bis 0,9 kg, die vor allem deshalb zählt, weil sie oft nicht wieder verschwindet. Die Gänsehaut, die Klöße, Stollen und Plätzchen sowie die Getränke sind die wirksamsten Stellschrauben, um leichter zu essen, ohne zu verzichten. Und am nächsten Tag ist die beste Strategie, einfach normal weiterzuessen, ohne Fasten und ohne Strafe.

Quellen

  1. ANSES, Ciqual food composition table. Foie gras de canard, bloc (code 8331); dinde rôtie 36302, chapon rôti 36051, bûche de Noël pâtissière 23030, bûche glacée 39533, champagne 5207.
  2. Public Health England, McCance and Widdowson’s Composition of Foods Integrated Dataset (CoFID) 2021. Roast turkey, roast potatoes, Christmas pudding, mince pies.
  3. Max Rubner-Institut (2025). Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0. Gans gebraten, Rotkohl, Kartoffelklöße, Dresdner Stollen, Glühwein.
  4. Matvaretabellen (Mattilsynet). Svin, ribbe, sideflesk, rå (03.090); pinnekjøtt, lutefisk, riskrem, juleøl.
  5. BEDCA, Base de Datos Española de Composición de Alimentos (AESAN). Turrón tipo Alicante, cordero lechal asado, gamba hervida, cava.
  6. Yanovski JA et al. A prospective study of holiday weight gain. N Engl J Med. 2000;342(12):861-7.
  7. Díaz-Zavala RG et al. Effect of the Holiday Season on Weight Gain: A Narrative Review. J Obes. 2017;2017:2085136.
  8. Mason F et al. Effectiveness of a brief behavioural intervention to prevent weight gain over the Christmas holiday period: randomised controlled trial. BMJ. 2018;363:k4867.

Durchschnittswerte aus den nationalen Nährwerttabellen (BLS 4.0 für Deutschland, Ciqual für Frankreich, CoFID für Großbritannien, Matvaretabellen für Norwegen, BEDCA für Spanien), multipliziert mit von Ember geschätzten Portionen. Die Ribbe ist auf Basis des rohen Fleisches berechnet, der Polvorón nach einem typischen Rezept und das Marzipan mit dem Ciqual-Wert für Mandelpaste. Diese Zahlen sind Richtwerte und ersetzen keine Beratung durch Fachpersonal.

Häufige Fragen zu den Kalorien beim Weihnachtsessen

Ein klassisches Weihnachtsessen mit Gänsebraten (Rinderkraftbrühe, Gans mit Haut, Rotkohl, zwei Klöße und Soße, Stollen und Plätzchen, ein Glas Sekt und zwei Gläser Rotwein) kommt auf etwa 1.790 kcal pro Person. Eine leichte Variante liegt bei etwa 860 kcal, eine üppige über 2.300 kcal.

Gebratenes Gänsefleisch mit Haut hat laut BLS etwa 257 kcal pro 100 g, ohne Haut 176 kcal. Eine Portion von 200 g mit Haut liefert also 514 kcal; mit Rotkohl, zwei Klößen und Soße kommt der Teller auf etwa 900 kcal.

Dresdner Stollen hat laut BLS etwa 388 kcal pro 100 g. Eine Scheibe von 70 g liefert damit rund 272 kcal, ein Marzipanstollen mit 413 kcal pro 100 g etwas mehr.

Ein Becher Glühwein mit 0,2 l hat etwa 192 kcal (BLS: 96 kcal pro 100 g). Das ist mehr als ein Glas trockener Rotwein gleicher Größe mit rund 140 kcal, weil Glühwein zusätzlich gesüßt ist.

Im Schnitt 0,4 bis 0,9 kg bei Erwachsenen, so eine Übersichtsarbeit von 2017, und 0,37 kg in der Referenzstudie von Yanovski (New England Journal of Medicine, 2000). Die höhere Zahl auf der Waage am Tag nach einem Festessen ist vor allem Wasser, das in wenigen Tagen wieder verschwindet.

Brühe, Gänsebraten ohne Haut mit viel Rotkohl, einem Kloß und wenig Soße, eine Scheibe Stollen und ein Glas Sekt: zusammen etwa 860 kcal, gegenüber rund 1.790 kcal für das klassische Gänse-Menü. Auch Karpfen oder Pute sind magerer als Gans.

Nein. Fasten oder ein sehr strenger Tag fördern Heißhunger und einen Kreislauf aus Schlemmen und Verzicht. Es genügt, zu normalen Mahlzeiten mit viel Gemüse, Eiweiß und wenig Salz zurückzukehren. Bei gesundheitlichen Problemen frag deine Ärztin oder deinen Arzt um Rat.

Dein Weihnachtsessen mit einem Foto

Fotografiere deinen Teller oder beschreib ihn in einem Satz: Ember schätzt Kalorien und Makros und fügt sie deinem Tag hinzu.

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